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"Menschen therpautisch zubegleiten ist eine Form von Liebe." - Ist das übertrieben oder sogar falsch? Und ist das für Menschen, die begleitet werden, überhaupt hilfreich?
In der Therapie geht es darum, Menschen darin zu unterstützen, leidvolles Erleben zu verstehen und schrittweise zu lösen, Wiederholungen von Leid zu beenden und Wege zu finden, authentischer, freier und erfüllter zu leben. Dort, wo Menschen traumatische Erfahrungen gemacht haben und noch unter deren Folgen leiden, tragen sie oft tiefe Erfahrungen von Lieblosigkeit in sich.
Eine Traumaerfarhung ist die Erfahrung von unfassbarer Lieblosigkeit. Solche Erfahrungen hinterlassen oft tiefe Verunsicherung, Angst und Misstrauen. Viele Betroffene versuchen sich zu schützen, indem sie sich selbst zurücknehmen, verleugnen oder verstecken, um nie wieder so verletzt zu werden. Unfassbare Lieblosigkeit ist eine Erfahrung, die sich schwer beschreiben lässt, eben weil sie unfassbar ist, uns fassungslos zurücklässt - oft ein Leben lang.
Was also auf gewaltsame, erschütternde, zerstörerische Art und Weise in der Traumasituation fehlte, war Liebe. Deshalb brauchen Menschen, um sich aus diesem inneren Rückzug wieder vorsichtig herauszuwagen, vor allem eines: Liebe! Liebe bedeutet in diesem Zusammenhang nicht Romantik oder Grenzlosigkeit, Liebe heißt, wahrgenommen, ernstgenommen, geschätzt, gehört und verstanden zu werden.
Genau das sollte therpeutische Begleitung geben: die Bereitschaft, sich empathisch in die andere Person einzufühlen, sie zu verstehen, sie wertzuschätzen und den tieferen Sinn, der sich in ihrem Erleben und ihren Verhaltensweisen verbirgt, zu erkunden ohne zu bewerten.
Liebevoll zu begleiten bedeutet deshalb nicht, „lieb“ zu sein oder alles gutzuheißen. Es bedeutet vielmehr, dem Menschen mit Klarheit, Wahrhaftigkeit und tiefem Respekt zu begegnen – unterstützend, entwicklungsfördernd und authentisch.
Die therapeutische Begleitung, die Auszubildende in meinen Ausbildungen lernen, ist liebevolle Begleitung. Liebevoll und klar zu sein ist einerseits der höchste Anspruch, den man an sich als Begleitende*r haben kann und gleichzeitig das Menschlichste und Grundlegendste, das man einem anderen Menschen geben kann.
Was vielleicht zunächst abstrakt oder mystisch klingt, lässt sich lernen: Wie entsteht echte Wertschätzung? Was bedeutet Empathie konkret? Wie kann ich als Begleitende*r authentisch und vertrauenswürdig sein? Wie führe ich ein Gespräch, das wirklich hilfreich ist? Wie erkenne ich, was ein Mensch tief im Inneren sucht und braucht? Und wie begleite ich jemanden auf dem Weg von Selbstverneinung hin zu mehr Selbstbejahung?
All das ist erlernbar – durch Theorie, praktische Übungen und vor allem durch Selbsterfahrung. Letztere ist der wichtigste Bestandteil der Ausbildung. Deshalb richtet sich die Ausbildung nicht an Menschen, die lediglich Konzepte kennenlernen möchten. Sie richtet sich an Menschen, die bereit sind, auch sich selbst zu begegnen.
In der Ausbildung wirst Du darin begleitet, eigene innere Blockaden und Verletzungen besser zu verstehen und schrittweise zu lösen. Du wirst darin unterstützt, immer mehr Selbstliebe zu finden und Dich immer liebevoller zu beachten, sodass Selbstannahme und Selbstbejahung immer natürlicher werden können.
Wenn Du spürst, dass Du Dich in diese Richtung weiterentwickeln möchtest, dann ist jetzt vielleicht ein guter Zeitpunkt dafür.
Wenn Du Dich für die Ausbildung interessierst, kannst Du Dich beim kostenlosen Online-Infoabend am 02.06.2026 um 15 Uhr über Inhalte, Ablauf und Rahmenbedingungen informieren (Info und Anmeldung siehe unten).
Oder Du schaust für Infos zur Ausbildung direkt auf der Homepage vorbei: HIER
Herzliche Grüße Brigitte
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