Weiterbildung Personzentrierte Traumatherapie

Dauer

6 Seminare in 1,5 Jahren

Abschlusszertifikat

Personzentrierte Traumatherapie /

Personzentrierte Trauma- Fachberatung

Selbstbejahung ist der Weg aus dem Trauma!

Ziele der Weiterbildung

– Die Schwere des Traumas entgegennehmen

– die Kraft  der Selbstrettungsfähigkeit erkennen

– die Schönheit der unzerstörbaren Selbstliebe wiederfinden

Sie erlernen und vertiefen in der Weiterbildung

Ihr Wissen um und Ihr Vertrauen in die Selbstheilungskraft jedes Menschen. Dies ist die Voraussetzung dafür, ein sicheres, tragfähiges Beziehungsangebot im Traumatherapieprozess anbieten zu können, das auch der Wucht traumabedingter Gefühle standhält.

Sie vertiefen und erweitern in der Weiterbildung

Ihre Sicherheit in den Methoden der Personzentrierten Traumatehrapie und können so, auch angesichts unaushaltbar erscheinendem traumabedingtem Leid, Lösungswege aufzeigen.

 

Die Weiterbildungsseminare

Seminar 1

  1. Das sichere Beziehungsangebot – Ohne Sicherheit keine Entwicklung
  • Sicherheit durch Bindung
  • Mitgefühl statt Mitleid
  • Grenzen in der therapeutischen Beziehung – gute Grenzen finden – verbunden bleiben

2. Unterscheidung Traumatyp I: ein meist einmaliges, mit Todesangst verbundenes, zeitlich abgegrenztes Ereignis  und

Traumatyp II: langanhaltende verstörende, bedrohliche Ereignisse. Hier besonders: Kindheitstrauma, Entwicklungstrauma, Bindungstrauma, Pränatale Traumata: der verlorene Zwilling

Analyse und Therapiekonzepte

Seminar 2

  1. Widerstand und Selbstregulation – Selbstliebe und das unbedingte Festhalten an Überlebensmustern
  •  Überleben durch Widerstand
  • Widerstand ist Selbstschutz
  • Selbstschutz und Selbstschädigung
  • Widerstände erkennen und transformieren
  • Überlebensmuster erzählen die Traumageschichte
  • Leben aus der eigenen Kraft und Lebendigkeit
  • chronisches Festhalten und das Bestehen auf unverzichtbare Wahrheiten
  • Rückfällen in Überlebensmuster mit Selbstliebe begegnen

2. Überleben durch Dissoziation:

  • Was ist Dissoziation?
  • Der Verzicht auf Dissoziation und die Unerträglichkeit des normalen Lebens
  • Alltagsdissoziation und Dissoziative Störungen (ICD 10 und 11)

Seminar 3

Trauma und Traumafolgestörungen

  • akute Belastungsreaktion
  • Anpassungsstörung
  • PTBS

Die etablierte Traumatherapie und  der Weg der Personzentrierten Traumatherapie-

  • Theorie – Methoden – Gemeinsamkeiten und Unterschiede
  • Das Bedürfnis nach Sicherheit: Stabilisierung in der etablierten Traumatherapie und in der Personzentrierten Traumatherapie

Seminar 4

Sexuelle Gewalt und ihre Folgen

  • sexuelle Übergriffe
  • Sexueller Missbrauch
  • Vergewaltigung
  • Das Unfassbare im therapeutischen Prozess aushalten
  • Verharmlosung oder Rationalisierung als Abwehr
  • Folgen sexueller Übergriffe und sexueller Gewalt
  • Traumaheilung bei sexueller Gewalterfahrung

Seminar 5

1. Die Wiederentdeckung des geliebten inneren Kindes – die Unfähigkeit liebevoll zu sich selbst zu sein beenden

  • Der Weg der Traumaheilung und die Integration der Arbeit mit dem „Inneren Kind“
    • Tauma und die Abspaltung vom geliebten inneren Kind
    • Traumafolge:
      • Die Angst du selbst zu sein
      • die Fokussierung auf die Verhaltenserwartungen Anderer
      • Selbsterkundung und Wachsen in Selbstliebe
    • Traumafolge:
      • Nicht wissen wie es geht sich liebevoll zu beachten
      • Selbstanklagen, Selbstabwertungen, Selbsthass
      • Beachten der zugrunde liegenden Not
      • die Liebe im Selbsthass entdecken
    • Traumafolge:
      • bewerten statt wertschätzen
      • Selbstentfremdung statt Selbstannahme

2. Die Konfrontation mit der Unaushaltbarkeit

Selbstbjahung angesichts des Unaushaltbaren

Seminar 6

  1. Reinszenierung des Traumamilieus 
  • Heilung erzwingen wollen
  • Die Kraft der Aktualisierungstendenz
  1. Selbstfürsorge für Trauma- Fachberater und -therapeuten-  Wie Traumaarbeit eine Quelle von Glück und Erfüllung sein kann
  • Das Schwere mittragen und die Kraft aus der Stille
  • Wie vermeide ich Empathie-Ermüdung und Vereinsamung als Therapeut oder Therapeutin? Aus welcher Quelle schöpfe ich als Therapeut oder Therapeutin?
    • Eigene Bindungserfahrungen: was habe ich Gutes aus dem Schlimmen in meiner Lebensgeschichte gemacht?
    • Mit welchen Widerstandsformen habe ich mein Überleben gerettet
    • Wer bin ich, jenseits meiner Konzepte und Überzeugungen?
    • Eigene Grundwerte: das eigene Welt- und Menschenbild
    • Sinnfragen
    • Spirituelle Erfahrungen
    • Sich verbinden mit dem „Guten“:
      • Kraft schöpfen durch Rückzug und Selbstbesinnung
      • Kraft schöpfen durch Erfahrungen von Schönheit und Freude
      • Kraft schöpfen durch liebevolle Beziehungserfahrung
      • Kraft schöpfen durch bejahen der eigenen Widerstandskraft
    • Glücklichsein in der psychotherapeutischen Arbeit

Seminarübergreifend:

Methoden in der Personzentrierten Traumatherapie

  • Die personzentrierte therapeutische Grundhaltung
  • Das dialogische Aufstellen/ der innere Dialog
  • Anleitung des Sinkens durch die Gefühle und Geschehen –lassens aus der Haltung bedingungsloser Wertschätzung
  • Bejahende Widerstandsarbeit

Emotionale erste Hilfe

  • Krisensituationen bewältigen
  • Frühwarnzeichen für Psychiatrische Erkrankungen erkennen
  • Zusammenarbeit mit anderen Institutionen: Hilfs-Netzwerke bilden

(Mit dem Abschluss der Weiterbildung zum Heilpraktiker für Psychotherapie/ zur Heilpraktikerin für Psychotherapieder kann die Heilerlaubnis, die zur Durchführung von Psychotherapie berechtigt, eingeholt werden.)

Teilnahmevoraussetzungen:

Abschluss Modul 1 und 2

Umfang der Weiterbildung:

24 Seminartage, 3 Seminare a´4 Tage pro Jahr

Eigenleistung

  • 30 Std. Praxis der Personzentrierten Traumatherapie und -Fachberatung
  • 30 Std. kollegiale Supervision
  • Literaturstudium
  • Schriftliche Abschlussarbeit – Fallbericht
  • Abschlusskolloqium, Fallpräsentation

Beginn 26.06.2021

Seminarzeiten

9.30 – 18.00 h

Ort

Gap Institut Kassel, Herkulesstr. 63, 34119 Kassel

Kosten

gesamt 2500 € . Ratenzahlung ist möglich